Kein Geld für Bildung?
Was muss…
Solidarität? Muss das sein? Bei ihrem Athen-Besuch im Oktober sollte Kanzlerin Merkel „die Botschaft überbringen, dass wir Deutsche solidarisch sind“, forderte der Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz (SPD). Und Jürgen Trittin, Fraktionschef der Grünen, wollte den Griechen deutlich machen, dass „sie auf dem harten vor ihnen liegenden Weg auf die europäische Solidarität zählen können.“ Was das heißt, wissen wir: Sparen. Am besten, bis die Bevölkerung so ausgehungert ist, dass kein Gürtel eng genug geschnallt werden kann.
Solidarisch zeigte sich auch Außenminister Guido Westerwelle: „Wir wollen Solidarität und Besonnenheit jetzt zum Maßstab unseres Handelns machen.“ Was er meinte: Wir unterstützen die Aggression der Türkei gegen Syrien und werden auch weiter den Bürgerkrieg anheizen, wo es nur geht. Solange es den eigenen Profiten nutzt, ist der Imperialismus gerne „solidarisch“. Noch immer bieten EU und Euro die besten Voraussetzungen, um die Profite der deutschen Konzerne zu garantieren und die Herrschaft des Kapitals in Europa zu sichern. Und die Unterstützung der Aufständischen in Syrien und des türkischen Angriffes lässt die Herrschenden hoffen, dass die syrische Wirtschaft völlig unter ihre Kontrolle gerät.
Unsere Gegner halten zusammen. Vielleicht sollten wir das auch tun. Mit der kämpfenden Arbeiterklasse Griechenlands. Mit den Syrern, die von einer Aggression bedroht sind. Und mit unseren MitschülerInnen und KollegInnen, wenn wir – wie in der Aktionswoche für kostenfreie Bildung – für unsere Bildung und unsere Zukunft kämpfen. Wir kämpfen gemeinsam gegen das Kapital und seinen Staat. Das muss.
Euer Zeitungskollektiv




















