Aufruf

Stop wars!

Eure Kriege führen wir nicht!

Tröglitz, Heidenau, Freital – sind nur drei Beispiele für die krasse Zunahme rassistischer Angriffe auf MigrantInnen. 2015 gab es täglich mehr als einen Angriff, die Zahl von 2014 war bereits im Juli überschritten worden, mehrere tausend Flüchtende ertranken im Mittelmeer. Und das sind nur die offiziellen Zahlen. Währenddessen phantasiert Merkel von „Willkommenskultur“, CDU/CSU wollen „soziale Anreize“ für Geflüchtete abbauen und SPD-Chef Siegmar Gabriel meint, „es gibt ein Recht darauf deutschnational zu sein.“

Fluchtursachen bekämpfen!

Für Menschen, die fliehen, geht es ums Überleben. Sie fliehen vor (Bürger-)Kriegen, sie fliehen aus den Gebieten der 15 Bundeswehr-Kriegseinsätze weltweit. Sie fliehen vor den NATO-Bombardements, vor allem in Syrien und Libyen. Sie sagen zurecht: „Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört!“
Die Profiteure der Kriege sind die deutschen Banken und Konzerne. Sie verdienen erst an Rüstung und Waffenexport, dann wie z.B. DHL durch logistische Unterstützung am Kriegseinsatz selbst, sie verdienen durch den staatlich geförderten „Wiederaufbau“ der zerstörten Gebiete und nicht zuletzt an den Geflüchteten – als quasi rechtlose und billige Arbeitskräfte in Deutschland, die jetzt bspw. vom Mindestlohn ausgenommen werden sollen. Das ist „Integration“ gemäß deutschem Kapitalinteresse.
Finanziert werden Kriege & Profite durch uns. Während der „Verteidigungs-“Etat 2016 wieder um 1,4 Mrd.€ auf über 34 Mrd.€ erhöht werden soll, wird bei uns weiter gekürzt. Das KiTa Angebot reicht um Längen nicht aus und die Bezahlung ist miserabel. Unsere Schulen verrotten vor sich hin, der öffentliche Nahverkehr wird immer teurer. Es fehlen 350.000 betriebliche Ausbildungsplätze und in den Städten und auf den Dörfern werden immer mehr Angebote für Jugendliche und Kinder wie Schwimmbäder, Jugendzentren und ähnliches geschlossen.

Kampf dem Krieg heißt Kampf dem Kapital!

Zunehmend setzt die Bundesregierung die Interessen der deutschen Banken und Konzerne auch militärisch durch. Mit der EU hat sich Deutschland einen Machtraum geschaffen, um politisch, militärisch und wirtschaftlich in der Welt wieder stärker mitspielen zu können. Innerhalb der EU hat die BRD bereits eine gesicherte Vormachtstellung und auch weltweit will man immer mehr aus dem Schatten des großen Bruders USA heraustreten.
Dass Deutschland Krieg führt, ist keine Neuigkeit. Schon damals, als Deutschland kriegsdurstig den 1. Weltkrieg angezettelt hatte, gab es Menschen, die dagegen gekämpft haben. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sprachen sich auch dann noch gegen die Kriegskredite aus, als schon ein Großteil ihrer Partei, die SPD, bereits auf Kriegskurs war. Mit Streiks und Demonstrationen leisteten sie Widerstand und kämpften für eine Gesellschaft ohne Krieg, Krisen und Arbeitslosigkeit. Damals wie heute führt die Konkurrenz zwischen den Banken und Konzernen und den einzelnen imperialistischen Staaten über kurz oder lang zum Krieg. Damals wie heute sind diese Kriege nicht in unserem Interesse – wir müssen sie bezahlen und im Zweifel in ihnen sterben. Damals wie heute sagen wir: kämpfen lohnt sich. Damals für das Frauenwahlrecht, den 8-Stunden-Tag und die Beendigung des Weltkriegs, heute gegen Leiharbeit & Werkverträge, für bessere Bildung und gegen den einen neuen Anlauf Deutschlands zur Weltmacht. Damals wie heute heißt es „Sozialismus oder Barbarei“ und „der Hauptfeind steht im eigenen Land“

Make capitalism history – Jugend gegen Krieg!

Wir wollen uns in Gedenken an Lenin, Liebknecht und Luxemburg für unsere Interessen und gegen Sozialabbau und Kriege einsetzen. Deshalb fahren wir am 09.&10.01.2016 zum Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Wochenende nach Berlin. Aus ganz Deutschland organisieren wir Busse oder andere Anreisemöglichkeiten. Am Samstag werden wir an der Rosa-Luxemburg-Konferenz der Tageszeitung jungeWelt teilnehmen, abends gemeinsam feiern und am Sonntag zusammen mit 10.000 anderen Menschen laut & deutlich sagen: Weg mit Krieg & Kapitalismus! Stop wars! Eure Kriege führen wir nicht!